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Komplexe Großanlage effizient geplant

Der Neubau der Klärschlamm-Verwertungsanlage der Berliner Wasserbetriebe wird komplett nach der Methode des Building Information Modellings in BIM 360 geplant. Sowohl die Verfahrenstechnik als auch der Hochbau mit Tragwerksplanung und Technischer Ausrüstung arbeiten dabei in dem gleichen 3-D-Gesamtmodell.

Die Klärschlamm-Verwertungsanlage ist bereits in der Visualisierung ein imposantes Bauwerk

Die Klärschlamm-Verwertungsanlage ist bereits in der Visualisierung ein imposantes Bauwerk

Wenn die Projektkosten nach oben gedeckelt sind, ist effizientes Planen und Bauen gefragt. So läuft es auch bei einem Neubau für die Berliner Wasserbetriebe (BWB). Doch der Reihe nach: Die BWB betreiben in und um Berlin sechs Klärwerke. Dort werden das anfallende Abwasser der Hauptstadt und etwa 30 Prozent des Abwassers des Landes Brandenburg gereinigt. Nach der Novellierung der Klärschlammverordnung und der geforderten stofflichen Verwertung des Klärschlamms haben sich die BWB für den Neubau einer Klärschlamm-Verwertungsanlage im Klärwerk Waßmannsdorf entschieden. Die grundsätzliche Anlagenplanung übernahmen die BWB selbst und beauftragten einen Owner‘s Engineer: Sie erstellten ein Basis-Modell mit allen grundlegenden Funktionen. Bereits in der Angebotsbearbeitung hat IPROconsult in der Layoutplanung zugearbeitet. Anschließend wurde das Projekt als Totalübernehmerprojekt ausgeschrieben und an die WTE Wassertechnik vergeben. Die Verfahrenstechnik dieser neuartigen Anlage plant WTE als einer der führenden deutschen Anbieter für kommunales und industrielles Wassermanagement. Die Firma wiederum beauftragte IPROconsult als Generalplaner für die Gebäude und Infrastruktur. Das Team um Projektleiter Sven Jörgens aus der Niederlassung Leipzig übernahm die Basis-Konzeption und passte diese an.

Gemeinsame Plattform

Bereits zu Planungsbeginn einigten sich WTE und IPROconsult auf die Nutzung von BIM 360 als Grundlage für die parallel erfolgenden Planungen. Hierbei handelt es sich um eine Cloud-basierte Plattform für teamübergreifendes Arbeiten im Bauprojektmanagement, die speziell auf die Bedürfnisse von Architekten, Ingenieuren und anderen Projektbeteiligten abgestimmt ist. Alle Projektinformationen und -daten liegen in einem zentralen Arbeitsbereich. Das Modell der Klärschlamm-Verwertungsanlage wurde in fünf Teil-Modelle unterteilt, die von der Tragwerksplanung so angelegt wurden, dass sie unabhängig voneinander gebaut werden können. Vier Teile werden in Stahlbeton-Skelettbauweise entstehen, die Verbrennungshalle als komplette Stahlkonstruktion.

„Mit BIM 360 ist es heute möglich, sowohl in verschiedenen Projektgruppen bei WTE und Nachunternehmern als auch an den IPROconsult-Standorten Rheinland, Leipzig und Dresden sowie beim Schwesterunternehmen KWI in Österreich parallel und gemeinsam an diesem Neubau zu planen“, erklärt Projektleiter Jörgens. „Wir haben im Team eine richtige BIM-360-Mentalität entwickelt, den Austausch untereinander forciert.“ Wegen des effizienten Arbeitens blieb die Gelegenheit, viele offene Gespräche per Videocall zu führen und über den Tellerrand hinauszublicken. Dabei konnten die Ingenieure weitere Potenziale heben: Die ursprünglich geplante durchgehende Bodenplatte für die rund 8.000 Quadratmeter Grundfläche wurde hinterfragt. Heraus kamen neue Gründungen mit Einzel- und Streifenfundamenten und kleineren Bodenplatten, was deutliche Einsparungen ergibt.

 

Hand in Hand über Ländergrenzen

Immer besser laufen die Planungen für die Klärschlamm-Verwertungsanlage mit ihren komplexen Anlagenkomponenten und Nebenanlagen. „Bis Ende dieses Jahres werden wir die Ausführungsplanung erledigt haben“, prognostiziert der 51-jährige Projektleiter. Ab März 2022 soll dann die dreijährige Bauphase beginnen. „Anfangs gab es noch viele Reibungsverluste durch fehlende Informationen, die nicht bei allen Partnern verfügbar waren – jetzt schaffen wir nicht zuletzt dank des Dokumentenaustauschs und der gemeinsamen Planung in BIM 360 eine fachlich und menschlich sehr gut laufende Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Wir arbeiten Hand in Hand im großen Kreis über Ländergrenzen hinweg!“

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