Neue Perspektiven mit dem Blog der IPROconsult

Im Blog der IPROconsult erwarten Sie Neuigkeiten und Wissenswertes rund um unsere Kompetenzen, unseren Alltag und die Menschen die dahinterstehen. Wir wünschen viel Freude beim Lesen.

Los geht's!
Besondere Projekte —

Hilfen zur Bewältigung von Hochwasserschäden und Tools zur Prävention

„Die Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz war dramatisch und punktuell viel schlimmer als das Jahrhunderthochwasser in Sachsen“, erklärt Björn Mohring, Leiter des Büros für Verkehrs-, Tief und Ingenieurbau der IPROconsult. Jedoch können die Städte und Gemeinden von dem in drei sächsischen Hochwasser-Katastrophen 2002, 2010 und 2013 erarbeiteten Know-how des Generalplanungsunternehmens im Hinblick auf Schadensaufnahme, Hochwasserschadensbeseitigung sowie die damit verbundene Projektsteuerung profitieren. IPROconsult verfügt über Ingenieure, Architekten und Umweltexperten aus allen relevanten Gebieten – von konstruktivem Ingenieurbau über Verkehrsanlagen, Hydrogeologie, Hoch- und Wasserbau bis hin zur ökologischen Baubegleitung und Klimaanpassung.

Warnsysteme nutzen, Informationsketten erstellen und entschlossen handeln

„In Sachsen haben wir gelernt, die Warnsysteme zu nutzen und Handlungen daraus abzuleiten“, betont Mohring. So werden heute Tage vor Starkregen-Ereignissen die Wasserstände in den Talsperren abgesenkt, um Aufnahmekapazitäten zu schaffen. Informationsketten werden regelmäßig getestet, die nötigen Schritte mit allen Involvierten geprobt. So ist beispielsweise in Dresden ein neues Sirenennetz entstanden, über das auch Sprachdurchsagen übermittelt werden können. „Mit den technischen Möglichkeiten, die wir heute haben, können wir sehr viel zur Minimierung der Auswirkungen solcher Umweltereignisse tun“, sagt der Büroleiter.

Schnelles Handeln und wenig Bürokratie

Zur Beiseitigung von Hochwasserschäden ist schnelles Handeln gefragt. So waren die Ingenieure der IPROconsult gleich nach dem Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Hartmannsdorf-Reichenau im Osterzgebirge zur Schadensaufnahme. Sie besichtigten in der Kommune alle aufgetretenen Zerstörungen und gaben zu jedem einzelnen Schadenspunkt eine fundierte Kostenschätzung für Planung und Bau ab. „Um die Zerstörungen schnellstmöglich beseitigen zu können, ist es gut, wenn die Kommune pragmatisch handelt und mit dem Argument ‚Gefahr im Verzug‘ den Wiederaufbau parallel zu den gesetzlichen Fördermittelbstimmungen vorantreibt“, empfiehlt Mohring. In Hartmannsdorf-Reichenau hat man pragmatisch entschieden und erst einmal losgelegt, bevor es konkrete Fördermittelbestimmungen gab. Andere Gemeinden entschieden sich für den formalen Weg mit hohem Verwaltungsaufwand und entsprechendem Zeitverlust. Für das sächsische Lohmen beispielsweise bearbeitet IPROconsult noch heute Schäden nach der Flut von 2013.

Schadensbeseitigung mit vielen Gewerken

Die Planung zur Hochwasserschadens-Beseitigung ist sehr komplex, wie die Zerstörung der Weißeritztalbahn 2002 zeigt. IPROconsult übernahm größtenteils die Planungen für den Wiederaufbau der dienstältesten öffentlichen Schmalspurbahn Deutschlands, die weit über die Planung der Verkehrsanlagen hinaus ging. Im gesamten Streckenabschnitt wurden Bahnanlagen, Brücken und Stützmauern sowie Signal- und Fernmeldeanlagen beschädigt oder zerstört. Von den betrof­fenen 33 Brücken waren neun neu zu errichten und 21 instand zu setzen. Rund 300 Meter Stützwände beziehungsweise befestigte Böschungen mussten neu gebaut und weitere 300 Meter instand gesetzt werden. Beteiligt waren die Gewerke Oberbau, Erdbau, Tiefbau einschließlich Entwässerung und Kabeltiefbau, Konstruktiver Ingenieurbau, Leit- und Sicherungstechnik, Fernmelde- und Elektrotechnik sowie sonstige Anlagen.

Komplexe Probleme gemeinsam mit IPROconsult bewältigt

„Die größte Herausforderung war es, Sicherheit, Förderfähigkeit, Hochwasserschutz, Denkmalschutz und Naturschutz unter einen Hut zu bringen“, betont Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der ‚Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft mbH‘. „Eigentlich geht das nicht – und doch haben wir es gemeinsam mit IPROconsult geschafft.“ Beispielsweise verläuft die Strecke durch Teile eines Landschafts- und Naturschutzgebiets. Schon die Bestandsaufnahme der Schäden war hier wegen der zum Teil fehlenden Zugänge schwierig. Später gab es dann sehr wenig Raum für die Baustelle – galt es doch, die Eingriffe so gering wie möglich zu halten. „Fachliche Probleme lassen sich immer gemeinsam lösen, wenn wie bei diesem Projekt die ‚Chemie‘ zwischen den Beteiligten stimmt“, sagt Froß.

Organisatorische Herausforderungen

Doch IPROconsult kann nicht nur fachliche, sondern auch organisatorische Herausforderungen bewältigen. „Die Bauämter sind in vielen Kommunen allein durch die Flut der Einzelprojekte und die Höhe der Instandsetzungskosten kapazitätsmäßig überfordert“, erläutert Björn Mohring. Mit seiner Erfahrung in komplexen Projekten übernimmt der Generalplaner die Projektsteuerung, oftmals auch die finanzielle Verantwortung im Auftrag der Städte und Gemeinden. Aufgrund der Unternehmensgröße ist es IPROconsult zudem möglich, auch bei hoher Auslastung Kapazitäten „freizuschaufeln“ und sie im Sinne des Auftraggebers schnell und effizient zu nutzen.

Neben dem Wiederaufbau der Weißeritztalbahn übernahm IPROconsult unter anderem bei folgenden Hochwasser-Projekten Planungsleistungen:

  • Projektsteuerung im Rahmen des Wiederaufbauplans nach dem Hochwasser 2013 für die Städte Hohnstein, Lohmen, Wehlen, Kreischa, Laußig und Wermsdorf
  • Hochwasserschadens-Beseitigung 2013 für die Städte Dippoldiswalde, Schmiedeberg und Freital in zahlreichen Einzelmaßnahmen
  • Ersatzneubau des Feuerwehrgerätehauses in Pötzscha

Früher an später denken – Prävention und Vermeidung von Hochwasserschäden

Durch den Klimawandel werden Starkregenereignisse mit Überschwemmungen und Bodenerosion zunehmen. Daher müssen neben der Katastrophenbewältigung auch vorbeugende Maßnahmen an Bedeutung gewinnen. Seit zehn Jahren spielt das Thema „Erosionsprävention“ in der Abteilung Umweltconsulting bei IPROconsult unter Leitung von Dr. Kerstin Hartsch eine zentrale Rolle. Hier werden gezielt neue Technologien entwickelt und Klimaanpassungsstrategien in die Planung integriert, darunter auch ein Modell zur Erosionsprognose. In einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit dem Land Sachsen wurden landesweite Szenarienkarten der Erosionsgefährdung entwickelt. Das Planungstool hierfür heißt Erosion-3D – ein Simulationsmodell, mit dem die Bodenerosion in Einzugsgebieten qualitativ und quantitativ für unterschiedliche Nutzungs- und bauliche Szenarien ermittelt werden kann. Diese Erfahrungen fließen aktuell unter anderem in ein Pilotprojekt für eine landesweite Modellierung des Erosionsrisikos in Baden-Württemberg ein, an dem Hartsch mit ihrem Team gemeinsam mit weiteren Experten aus Baden-Württemberg arbeitet – ausgerichtet auf eine direkte Kopplung mit dem Starkregen-Risikomanagement (SRRM), das in einigen Bundesländern, u.a. Bayern und Baden-Württemberg durch großzügige Förderprogramme unterstützt wird.

Beratung und Fachkonferenz

Vor dem Hintergrund einer strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sollen zukünftig Beratungsleistungen in den Bereichen Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz mit Nachdruck entwickelt werden. So initiierte der Generalplaner zum Beispiel eine Fachkonferenz für Kommunen zum „Schutz vor Starkregenereignissen“. Auch einfach umzusetzende Tipps wurden hier gegeben: Angefangen beim Vermeiden von Rodungen größerer Waldabschnitte über das Pflügen quer zur Abflussrichtung auf landwirtschaftlichen Flächen bis hin zum Ausweis von Retentionsflächen für den Hochwasserfall. Björn Mohring: „Intelligente Lösungen zur Prävention sind heute mehr denn je gefordert. Dabei darf nicht nur das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund stehen, es muss stets auch der ökologische Gedanke im Kopf sein.“ Der einzig gangbare Weg sind klimaangepasste Lösungen mit einer verantwortungsvollen Siedlungs- und Verkehrswegeplanung. Mit seinen Spezialisten der ökologischen Baubegleitung und Umweltbaubegleitung kann IPROconsult hier ein guter Ratgeber und verlässlicher Partner sein.

Ihr Ansprechpartner zum Thema Hochwasserschadensbeseitigung Björn Mohring — Büroleiter Verkehrs-, Tief- und Ingenierbau

Der Bauingenieur lernte seinen Beruf bei IPROconsult von der Pike auf: vom Bauüberwacher stieg er auf zum kaufmännischen Leiter im Büro Verkehrs-, Tief- und Ingenieurbau, dessen Gesamtleitung er 2014 übernahm. Die Liebe zur Musik und ein gutes Glas Rotwein helfen ihm beim Netzwerken.

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Ihre Ansprechpartnerin zum Thema Bodenerosion Dr. Kerstin Hartsch — Leiterin Umweltconsulting

Die Entwicklung und Umsetzung neuer Projekte über Schnittstellen hinweg haben es Dr. Kerstin Hartsch angetan. Mit ihrem kleinen Team kümmert sie sich um den „Wassersektor“ im In- und Ausland. Von Erosionsprävention in Marokko bis zur hydrogeologischen Begleitung eines Autobahn-Neubaus in Hessen reicht das Spektrum der Arbeit.

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Ich bin für Sie da Claudia Kunath — Unternehmenskommunikation

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claudia.kunath@iproconsult.com

Neue Perspektiven für die integrale Planung zukunftsweisender Bauvorhaben

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